Zehn Führungsmomente grosser Persönlichkeiten

Bewundern kann man vieles. Mitnehmen lässt sich wenig — aber das Wenige kann alles verändern.

Wenn ich über grosse Führungspersönlichkeiten lese, stosse ich fast immer auf dieselben Schlagworte. Mandela war versöhnlich, Jobs kompromisslos, Ardern empathisch. Das liest sich gut, bringt einen im eigenen Führungsalltag aber selten weiter. Denn abstrakte Eigenschaften kann man bewundern — kopieren kann man sie nicht. Was wir mitnehmen können, sind konkrete Handlungen: eine Entscheidung, eine veränderte Gewohnheit, eine klare Regel.
Deshalb habe ich zehn Menschen herausgegriffen, die mich durch ihr tatsächliches Handeln faszinieren: Ein Präsident nach 27 Jahren Haft. Eine Physikerin an der Spitze einer Koalition. Ein Berater, der einen maroden Konzern neu erfand.
Mich interessiert dabei nicht das Heldenepos, sondern der konkrete Hebel für die eigene Führungsarbeit. Jobs strich Produkte, statt neue zu erfinden. Nadella schaffte ein starres Bewertungssystem ab, bevor er auch nur ein Wort über Kultur verlor. Marin strukturierte die Debatte so, dass die Wende da war, bevor der Beschluss fiel. Und Mandela behielt das Trikot seiner ehemaligen Gegner an.
Keine dieser Taten wirkt für sich allein. Obamas Begeisterung zündet nur, wenn danach geliefert wird. Merkels Gründlichkeit hilft nur, wenn am Ende eine Entscheidung steht. Und Jobs’ Konsequenz funktioniert nur dort, wo Menschen ohne Risiko widersprechen dürfen. Wer sich etwas abschauen will, muss dieses zweite Puzzlestück immer mitdenken.
Viel Freude beim Lesen.



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